Hände weg!
Vor einem knappen Jahr erhielt Herr Riethausen von uns den Auftrag, für unser neues Hausgrundstück 160 blaue Scheinzypressen einzupflanzen. Unsere alte Hecke sollte herausgenommen und eine neue eingepflanzt werden. Nach monatelangem Hinhalten und ständigem Verschieben des Termines machten wir uns Sorgen, dass die bestellten Bäume vertrocknen. Sie kamen dann auch schon teilweise bräunlich an und es wurde behauptet, sie hätten „zu wenig Sonne abbekommen“. Sie wurden sodann in einer Hauruck-Aktion gesetzt – Blumenerde war in drei Säcken auch mitgebracht, blieb aber einfach auf der Wiese liegen. Sie wurde nicht für die Bäume verwendet, die stattdessen einfach in die alte Erde mit den Wurzeln der alten Hecke eingepflanzt wurden. Schon nach wenigen Tagen zeigte sich, dass ein erheblicher Teil der Pflanzen nicht überleben wird. Wir haben vom ersten Tag an Bewässerungsschläuche gelegt in der Hoffnung, dadurch die Bäume wieder stabilisieren können; aber leider haben wir außer einer hohen Wasserrechnung nichts bewirken können. Am Ende waren es 89 braune Pflanzen; die alte Hecke kam teilweise wieder hervor und wir baten darum, diese nochmals zu entfernen; auch das wurde fortlaufend versprochen, aber es passierte nichts. ber weitere Monate hinweg baten wir mit Engelszungen um eine Schadensbeseitigung, die bis zum bitteren Ende verweigert wurde. Dabei wurden auch konkrete Terminsvereinbarungen einfach missachtet, d.h. Herr Riethausen kam zu der vereinbarten Zeit (und auch später) einfach nicht. Zu Beginn räumte er ein, dass die Pflanzen bei ihm "leider zu lange gestanden" hätten; im weiteren Verlauf wollte er davon nichts mehr wissen und schob uns die alleinige Verantwortung zu. Es folgte eine Vertragsaufhebung und Androhung eines Gerichtsverfahrens; er beantwortete das mit Hinweis darauf, dass er dem "gelassen entgegensehe". Nach unserem Eindruck ist Herr Riethausen offenbar erfahren darin, anfallende Probleme auf unanständige Weise auszusitzen. Im Rahmen der Auseinandersetzung erhöhte er kurzerhand den Wert seiner Arbeitsleistung: Vertraglich vereinbart waren 890 EUR, hernach meinte er, wahlweise 1800 oder 1900 EUR geltend machen zu wollen, um im Erfolgsfalle unserer Schadensersatzforderung saldierend auf einen Nullbetrag zu kommen. Ergo: Nach einem vertanen Jahr stehen wir wieder am Anfang, aber mit einem deutlich vierstelligen Verlust. Die inzwischen neu beauftragte Firma teilte uns mit, dass die Pflanzen offenbar vor Einsetzen nicht seriös behandelt worden seien, zudem sei zweifelhaft, ob es für unseren Boden überhaupt der passende Lieferant gewesen sei. Zudem hätte zwingend die alte Erde ausgetauscht werden müssen. Nachbarn haben uns über Monate angesprochen, „was das denn für eine Firma gewesen ist“. Wir verfügen über eine umfangreiche Fotodokumentation; die Bilder bezeugen einer wahrlich "professionelle Arbeit...". Unsere Lehre hieraus: Dringend Hände weg von diesem Unternehmen!
6 november 2025
Omdöme utan inbjudan